Freitag, 9. Dezember 2016

UL-DM-2017




Nachlese 2017

Eine kleine Nachlese auf die UL DM 2017 in Goch aus der Sicht des Wettbewerbsleiters.


Auf der Webseite bavarian-ul-sports.de gibt es weitere Informationen zur UL-DM, insbesondere aber auch zu den UL Europa- und Weltmeisterschaften.

Die Westfälischen Nachrichten haben sich dem Thema UL-DM aus Sicht der Metelener Teilnehmer angenommen.

Wenige Wochen nach einer DM beginnt bei uns das große Aufräumen und der Rückblick, was können wir im nächsten Jahr noch besser machen. Und damit beginnt dann auch schon die Planung für das nächste Jahr. 

Aber es steht ja auch noch die EM im August an, für die sich die jeweils ersten Drei in einer Klasse qualifiziert haben. Ausserdem sind die diesjährigen Sieger auch für die WM in 2018 qualifiziert. Die EM findet in diesem Jahr vom12. bis 19. August in Nagykanisza/Ungarn statt. 

Leider finden sich nur schwer Teilnehmer für die EM und WM, aber vielleicht wäre es ja mal möglich eine gemeinsame Flugreise zu einer EM/WM zu organisieren, um einfach zunächst mal als Zuschauer dabei zu sein? Vielleicht auch um unser derzeit einziges deutsches Team zu unterstützen und natürlich um zu sehen wie so eine EM/WM tatsächlich abläuft.

Aber noch mal ein kurzer Rückblick auf Goch und die diesjährige DM. Wieder einmal hat alles gepasst, es ist schon fast ein wenig unheimlich. Der Flugplatz, der Verein LSV-Goch, das Wetter, die Teilnehmer und die Aufgaben. 

Alle Teilnehmer haben gezeigt das sie klassische Navigation nach Karte, Kompass und Uhr perfekt beherrschen. Die zeitlich dichte Abfolge der Aufgaben mit wechselnden Herausforderungen und Bedingungen forderte den Teams, insbesondere den Einsitzern eine Menge Können und Konzentration ab.

Die Kurzstarts über das Flatterband aus dem 100m Feld und Ziellandungen sind die Adrenalin fördernden Aufgaben, die auch bei den Zuschauern mal einen Schrei oder heftigen Applaus erzeugen. Als Leiter stehe ich ja immer ganz nahe am Geschehen und bin immer ganz gespannt auf die jeweilige Strategie für Start oder Landung und am Ende auf das erreichte Ergebnis. Und wenn es mal nicht gepasst hat ist es auch nicht schlimm, denn Spaß hat es allemal gemacht.

Was in diesem Jahr wieder einmal besonders gut funktioniert hat war die Disziplin aller Teilnehmer. Für mich ist das einer der wesentlichen Punkte bei der DM um die notwendige Sicherheit zu erreichen. Wenn sich 26 UL am Boden vorbereiten, rollen, starten und landen ist das nicht nur für mich eine Herausforderung, sondern für alle die sich in dem Ablauf befinden und dabei auch noch eine Aufgabe erfolgreich fliegen sollen. Fliegerisch gibt es bei der DM eine Menge zu lernen, aber auch Disziplin, Konzentration und Aufmerksamkeit gehören dazu.

Für uns im DM Team (Eva, Michaela, Detlef, Ernst, Robert, Wolle und ich) blieb, wie so oft nur wenig Zeit mit allen Teilnehmern mal in Ruhe zu sprechen. Viele von Euch kennen wir seit Jahren und wieder andere sind neu oder seit kurzem dabei. Das wollen wir in Zukunft besser machen und durch die Vergrößerung des Teams (Michaela und Detlef) bleibt für jeden von uns in Zukunft mehr Zeit für den "Klön" zwischendurch. Nicht zuletzt hat, so glaube ich die WhatsApp Gruppe ein wenig zur Kommunikation untereinander beigetragen, ich werde das Medium auch in Zukunft weiter anbieten und nutzen.

Die NAV Aufgaben waren mal wieder eine Meisterleistung von Ernst. Ich kenne die Aufgaben bis zum Tag des Briefings auch nicht und bin immer wieder begeistert was er sich so alles ausdenkt. Für diejenigen die noch nicht dabei waren hier nur mal ein Beispiel (Ausschnitte einer NAV Aufgabe), zugegeben nicht eine der einfachsten Aufgaben.




Ausschnitt aus der LUGEKA Karte 1:200000 mit freundlicher Genehmigung von plano2plus.

Geflogen wird entlang der blauen Linie, Wendepunkte sind hier mittels der roten Winkel 90° Winkel markiert. Bei der Flugvorbereitung zur Aufgabe zeichnet jeder Teilnehmer sich die Route, Wendepunkte usw. selbst in eine Originalkarte. Hier ist die Briefing-Karte dargestellt. Ich glaube man erkennt an diesem Beispiel gut das ein Kompass unterwegs nur bedingt hilft. Der Pilot muss permanent, ggf. mit Hilfe seine Copiloten "koppeln". Strassenkreuzungen, Bäche, Kirchen, Eisenbahnlinien müssen zwischen Karte und Wirklichkeit regelrecht synchronisiert werden. Das kann man "zu hause" trainieren und nach einiger Übung findet man es gar nicht mehr so schwer. Im Grunde hat das ja jeder irgendwann mal in der Flugschule gelernt, nur nicht so präzise.

In Goch waren insbesondere die einsitzigen Trikes und 3-Achser gefordert, denn die mussten unterwegs die exakte Navigation und die fliegerischen Aufgaben allein lösen. Bei manchen Aufgaben kamen noch die Fotosuche und das genaue Einhalten der Groundspeed dazu. Die Fotosuche findet in der Regel aber nur auf geradlinigen Kursen statt. 

Übrigens werden die Fotos am Tag vorher geschossen, d.h. auch die Farben von Feldern oder Wiesen stimmen überein. Wir bauen dazu die rechte Tür oder das Fenster des Fliegers aus, ich fliegen die Strecke exakt etwas links vom Kurs ab und Ernst macht die Fotos nach rechts heraus. Das sieht dann zum Beispiel so aus wie hier in Tannheim 2016 in einer Cessna 152. 



In Goch hatten wir dazu die vereinseigene Remos GX zur Verfügung, leider gibt es kein Foto von der Konfiguration.


Die Ziellandungen bei der DM werden nach den internationalen Regeln der FAI/CIMA  durchgeführt. Das Ziellandefeld ist 100m lang und wie im Bild beschrieben unterteilt. Aufsetzen vor der ersten Linie und hinter der letzten 100m Linie wird mit 0 Punkten gewertet.



Es gibt verschiedene Strategien sich dem Ziellandefeld mit abgestelltem Triebwerk zu nähern. Für mich ist immer wieder spannend zu sehen wie sich im Laufe der Wettbewerbe die Anflüge verändern und was alles probiert wird. Positiv ist allemal das fast ausnahmslos jeder Teilnehmer im Bereich des Landefeldes aufsetzte. Auch wenn es mal nicht für eine Wertung reichte zeigt es doch, wie gut der Trainingsstand der Piloten ist und in einer realen Notsituation eine sicheren Notlandung durchgeführt werden könnte. 


Im Wettbewerb wird in einer vom Piloten bestimmten Höhe in Landerichtung über dem Landefeld der Motor abgestellt. In Goch wurde dann in Rechtskurven Querab- Gegen- Quer- und Endanflug geflogen und möglichst im Landefeld gelandet. Es befanden sich immer 2 - 3 UL gleichzeitig in der Luft so das auch hierbei höchste Konzentration der Teilnehmer erforderlich war.

Die Strategien waren so unterschiedlich wie sie nur sein können. Hoher Anflug und slippen fast bis zum Boden, oder tiefer Anflug mit Überfahrt und im Bodeneffekt ausgleiten bis zum Landefeld. Die Trikes und Tragschrauber konnten mit ihren Geräten noch ganz anders agieren als die 3-Achser.






Ein Kurzstart im Meisterschaftssinne bedeutet einen Start aus dem 100m Feld. Der Pilot muss es schaffen sein UL innerhalb von 100m mit allen Teilen (Rädern) in die Luft zu bekommen. Das ist für einen 2-sitzig geflogenen 3-Achser auch auf einer Grasbahn normalerweise kein großes Problem, besonders wenn der Wind mit ein paar Knoten unterstützt. Kurzstarts sind bei der DM obligatorisch, d.h. jeder Start zu einer Aufgabe wird als solcher geflogen und gewertet.

Besonders spannend ist der Kurzstart über ein Hindernis (Flatterband). Dabei muss der Pilot sein UL nach einer selbst gewählten Startstrecke zwischen 75 und 125 Meter über ein in 1 Meter Höhe gespanntes Flatterband fliegen. In Goch gab es viele spannende Kurzstart-Techniken zu bestaunen und manch einer hätte seine Startstrecke noch kürzer wählen können. Andererseits hat zu viel Optimismus dann auch bei einigen Teilnehmern zum reißen des Bandes geführt. 



Für die Zuschauer am Pistenrand war der Kurzstart über das Flatterband mal wieder einer der Höhepunkte der DM. Für die Besatzungen galt es sich so leicht wie möglich zu konfigurieren. Alles unnötige am Boden lassen, Treibstoff Vorrat bis auf das notwenige reduzieren und eine passende Startstrecke berechnen. An der Startlinie zählte jeder Zentimeter und ich musste manches mal heftig (ein)winken um die Räder des UL bis auf die Startlinie zu bekommen.








Die Briefings zu Aufgaben fanden in Goch in einem offenen Nebenraum der Flugzeughalle statt. Das erste Briefing am morgen jeweils um 07:30, also perfekt für Frühaufsteher. Teilnehmer die nicht pünktlich zum Briefing erscheinen dürfen nach den Regeln an der darauf folgenden Aufgabe nicht teilnehmen. 

Vor einer Navigationsaufgabe erfolgt eine ausführliche Erklärung der Aufgabe. Während der nachfolgenden Flugvorbereitung werden die Kurse in die Karten übertragen und die Details des Fluges geplant. 


Mit 26 Teams war der Raum stets gut gefüllt und zur Flugplanung mussten die Teilnehmer schon etwas zusammen rücken. Geheimnisse hatte hier niemand und es wurde teils rege diskutiert, wie die eine oder andere Herausforderung am besten gelöst werden kann. Nach der vom  Wettbewerbsleiter festgelegten Vorbereitungszeit ging es direkt in die Flugzeuge und zur Aufgabe. 
Während der Vorbereitungszeit wurden auch die Mobiltelefone der Teilnehmer in Tüten verpackt und versiegelt, wenn sie diese mitführen wollten. Fest im UL eingebaute Navigationsgeräte wurden vor der ersten Navigationsaufgabe außer Betrieb genommen oder das Display versiegelt.


Es liegt in der Natur einer Meisterschaft das um jeden Punkt gekämpft wird und jeder noch so kleine Vorteil für sich genutzt wird. Um so mehr freue ich mich bei jeder DM, das der Ärger über eine verpatzte Aufgabe spätestens beim abendlichen Fliegerbier vergessen ist und der Spaß und die Kameradschaft immer im Vordergrund stehen. 

Nicht jeder wird bei der DM 2018 wieder dabei sein können, andere Teams werden neu dazu kommen. Wir freuen uns schon jetzt Euch in Jena wieder dabei zu haben und natürlich auch auf viele neue Teilnehmer. 

In diesem Sinne Allzeit gute Landungen und auf ein Wiedersehen 2018!

Michael







Planung 2018

Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft. 2018 werden wir die Deutschen Meisterschaften im Ultraleichtfliegen am Flugplatz Jena-Schöngleina ausrichten! Wir freuen uns Euch alle in Thüringen dabei zu haben und hoffen auch auf viele neue Teilnehmer aus der Region.



Deutsche Meisterschaft im Ultraleichtflug 2017





Die glücklichen Sieger



3 Achs gesteuerte UL (AL2)


Trike &Tragschrauber (WL2)


Trike (WL1)



Sonntag 28.Mai

Das Endergebnis:





Allen Teilnehmern unseren herzlichen Glückwunsch eine gute und sichere Heimreise!


Samstag 27. Mai





Punktgenaue Ziellandungen wurden heute lautstark bejubelt. Heute Nachmittag findet der letzte Wettbewerb der diesjährigen UD DM statt, dann stehen die 3 deutschen Meister im Ultraleichtflug 2017 fest. Die Siegerehrung ist am Sonntag ab etwa 10 Uhr vor der Flugzeughalle geplant!









Freitag 26. Mai


Spektakuläre Kurzstarts aus dem 100m Feld










11:00 Die ersten Teilnehmer kommen gerade vom Doppelkreis zurück. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse, der Kurs hatte es sich. Zusätzlich mussten die Teilnehmer ihre geplante Groundspeed für die einzelnen Streckenabschnitte angeben und diese möglichst genau einhalten.



(Kartenausschnitt LUGEKA - Mit freundlicher Genehmigung von plano2plus)

09:00 Alle 26 teilnehmenden Teams haben ihren ersten Navigationsflug gestern erfolgreich absolviert. Heute geht es erneut auf einen Navigationsflug, genannt der "Doppelkreis".











Anreise mit dem Flugzeug.

Der Platz ist von Montag bis Mittwoch (DM) PPR. Ab Donnerstag ist regulärer Flugbetrieb.

Ich werde morgen (Montag) ab ca. 14 Uhr am Platz sein und erste anfliegende Teilnehmer in Empfang nehmen.


Frequenz 118.450, Goch Info. Da ich nur eine Handfunke benutze bitte zur Kontaktaufnahme erst nahe  an den Platz kommen.

Bitte unbedingt ausreichend Abstände zu TMZ, CTR und der Niederländischen Grenze einhalten, ist doch in Platznähe alles dicht bei. 

Viele Grüße und guten Flug, Michael


Verpflegung an den Wettbewerbstagen

Neben dem Frühstück am Platz gibt es nun auch ein Angebot für die Abendverpflegung. Bitte meldet euch bei Interesse verbindlich bei Erwin per Email an. Seine Emailadresse lautet erwin.koenen(at)web.de.

Lokale Organisation
Leider ist in der Ausschreibung die Emailadresse des lokalen Ansprechpartners falsch angegeben. Richtig lautet sie: erwin.koenen(at)web.de.

Wettbewerbskarten
Wir haben in diesem Jahr sowohl Papier- als auch Folienkarten zur Verfügung. Wer also gerne auf Folie arbeitet sagt das bitte bei der Registrierung gleich an. 

WhatsApp
Es gibt eine WhatsApp Gruppe für DM Teilnehmer und Interessierte. Wer dort mitmachen möchte schreibt mir bitte seine Daten per Email. Wichtig, das ist kein offizieller Informationskanal während der DM. Zum Informationsaustausch untereinander aber bestens geeignet.


Frühstück am Platz
Am Flugplatz Goch gibt es an den Wettbewerbstagen ein gemeinsames Frühstück ab 06:30 im Vereinsheim (Details in der Ausschreibung). Wer daran teilnehmen möchte hat das in der Anmeldung angegeben, Nachmelden ist noch möglich wenn gewünscht! 
Das gleiche gilt für Camping am Platz, bitte noch mal prüfen ob die Häkchen gesetzt wurden wenn gewünscht.
Fragen bitte per Telefon, Email oder WhatsApp direkt an mich. Wenn es um Dinge am Flugplatz Goch geht, bitte Erwin direkt kontaktieren (Siehe Ausschreibung).


Legende der Wettbewerbskarten.
Die Luftfahrtkarten 1:200.000 die wir bei der DM ausgeben und verwenden haben keinen Aufdruck der Legende! Diese ist nur online zum download beim Hersteller verfügbar. Der Aufdruck unterscheidet sich deutlich von dem der ICAO Karte, es macht also Sinn die beiden Blätter ausgedruckt mitzuführen bzw. bei der Flugvorbereitung zur Hand zu haben. Hier die Links:

Flugsicherung
Topographie


22. März 2017
Heute habe ich mir die Zeit genommen und bin die Strecke Flugplatz Wesel-Römerwardt zum Flugplatz Goch-Asperden abgeflogen. Dabei habe ich ein paar Bilder gemacht die vielleicht einen Eindruck geben was Euch dort an Landschaft erwartet. Die Flughöhe war etwa 2000ft.

Auf dem ersten Bild ist hinter dem See der Flugplatz Wesel-Römerwardt zu erkennen. Dort beginnt meine Fototour Richtung Goch und zurück. Im Hintergrund der Rhein, Blick Richtung Süden.















Aktuelle Fragen und Antworten:

Frage:
Werden die entsprechenden Kartenausschnitte (Generalkarte 1:200000) als Fotokopie zur Verfügung gestellt? Wenn ja in welchem Format?
Antwort:
Jedem Team wird für die NAV Aufgaben die original LuGeKa Karte (1:200.000) ausgehändigt. Infos zu den Karten gibt es auf der Web Seite des Herstellers www.plano2plus.de. Goch liegt auf dem Kartenblatt 8 und die NAV-Aufgaben beschränken sich auf den Bereich der Karte. Die Flugplanung sowie alle Angaben zu gefundenen Positionen (Fotos) ausgelegten Zeichen etc. müssen auf der original Karte eingetragen werden. Kopien oder andere Karten werden nicht gewertet! Da während der DM nur eine begrenzte Zahl der Karten verfügbar ist sollte damit so sorgsam wie möglich umgegangen werden, um sie auch mehrmals nutzen zu können.

Frage:
Bei einer Aufgabenstellung muss ich (so habe ich es verstanden) meinen GS voraussagen. Bezieht sich das z.B. auf einen Teilabschnitt des Kurses oder ist die Gesamtzeit des Kurses von Interesse?
Antwort:
Beides ist möglich, jedoch wird in der Regel die Groundspeed (GS) für einzelne Teilabschnitte zur Wertung herangezogen. Dei Abfrage der GS für die einzelnen Abschnitte erfolgt zum Ende der Flugvorbereitung mittels eines kleinen Fragebogens, der am Ende der Flugvorbereitung bei der Wettbewerbsleitung abgegeben wird. Nach der Flugvorbereitung geht es direkt zum Flugzeug und zur Aufgabe.

Übungsaufgaben

Zur Vorbereitung hat unser Aufgabendesigner Ernst ein paar Navigationsaufgaben aus den Jahren 2011 und 2015 zur Verfügung gestellt. Viel Spaß beim Training!

Die Kartenausschnitte dürfen mit freundlicher Genehmigung von plano2plus (www.plano2plus.de) hier veröffentlich werden!

Viele Grüße und bis bald in Goch-Asperden!

Michael und das ganze UL-DM Team


Die Deutsche Meisterschaft im Ultraleichtflug 2017 findet vom 25. bis 28. Mai 2017 auf dem Flugplatz Goch-Asperden statt. Wir freuen uns darauf beim LSV-Goch zu Gast zu sein und auf eine tolle Meisterschaft an dem schönen Flugplatz.



Unterkünfte in der Umgebung:
In Asperden, ca. 200 m vom Flugplatz:

Zum Schwan
Jens Barten
Knobbenhof 15
47574 Goch / Asperden    
02823/4648

In Goch, ca. 5km vom Flugplatz:

Hotel Litjes             

Sport- und Tagungshotel De Poort    

Zwischen Goch und Kleve, auch ca. 5 km zum Platz:

Nierswalder Landhaus   

Häufig gestellte Fragen und die Antworten. 

Wichtiger Hinweis: 
Die gültigen Wettbewerbsregeln finden sich in der Ausschreibung (siehe oben). Die tatsächlichen Aufgaben und Verfahren können von den hier beschriebenen Aufgaben und Verfahren abweichen. Die letztlich gültigen Regeln werden beim jeweiligen Briefing zur Aufgabe bekannt gegeben.


Frage: Wie kann ich mich sinnvoll vorbereiten?
Antwort: Die theoretische Beschäftigung mit der näheren und weiteren Umgebung um den Startflugplatz herum macht unbedingt Sinn. Markante Geländepunkte und Linien sowie die umliegende Geographie können helfen sich besser zu orientieren bzw. nach Orientierungsverlust wieder auf den Kurs zurück zu finden.
In unmittelbarer Nähe zu Goch befindet sich der Airport Niederrhein mit seiner CTR und diversen TMZ Lufträumen. Gute Kenntnisse dieser Lufträume und der markanten Punkte sind wünschenswert um Luftraumverletzungen zu vermeiden. Das freie Training in den Tagen vor der DM ist eine gute Gelegenheit sich mit der Umgebung, insbesondere dem An- und Abflug auf und von Goch-Asperden vertraut zu machen.

Kurse nach Kartenstrich oder Bogen abfliegen, in der vertrauten Umgebung am Heimatflugplatz ist auch eine schöne Übung für den Anfang. Dabei kann eine beliebige Karte, z.B. auch eine topographische Karte oder eine Straßenkarte mit größerem Maßstab benutzt werden, um sich von der gewohnten Ansicht der ICAO Karte 1:500.000 zu lösen. 

Ziellandungen und Kurzstarts gehören zum Handwerkszeug eines Piloten, vorher etwas zu üben kann nicht schaden! Bei der DM beginnt die Ziellandung über der Platzmitte in Landerichtung in selbst gewählter Höhe. Dann muss ein Querab-, Gegen-, Queran- und Endanflug geflogen werden (quasi eine Platzrunde nach eigenem ermessen). Weitere Kreise oder größere Richtungsänderungen sind nicht erlaubt. Das erste Aufsetzen des Hauptfahrwerks gilt als Landepunkt.
Für die Kurzstarts sollte der Pilot seine Möglichkeiten gut einschätzen können, welche Rollstrecke z.b. notwendig ist, um sicher abzuheben. Auch das kann jeder prima zu hause ermitteln und üben!
Viel Spaß dabei!

Frage: Ich bin zum ersten mal bei der DM dabei, was muss ich beachten?
Antwort:  Das wichtigste ist gute Laune mitzubringen und viel Spaß zu haben.
Nach der Ankunft in Goch-Asperden meldet Euch bitte beim lokalen DM-Team oder im Wettbewerbsbüro. Dort bekommt Ihr alle im Moment notwendigen Informationen und Unterlagen. In der Regel werden wir auch gleich die Registrierung vornehmen.
Das Fluggerät muss in einwandfreiem Zustand sein und die Papiere (Fluggerät und Pilot) müssen vollständig und gültig sein.
Wenn möglich sollte die Anreise nicht erst am Donnerstag erfolgen. Wer früh anreist, kann sich im freien Training bereits mit den Gegebenheiten am Platz und mit der Umgebung vertraut machen. Die Wettbewerbsleitung und das lokale DM-Team sind ab Montag vor Ort und geben gerne Hilfestellung in organisatorischen Fragen und zum Ablauf der DM.
Briefings sind Pflicht für alle Piloten und CoPiloten. Wer nicht teilnimmt ist für die gebriefte Aufgabe disqualifiziert. Achtet bitte unbedingt darauf pünktlich zu sein. Alle wichtigen Punkte zur DM finden sich in der Ausschreibung. Wir stehen zu jeder Zeit für Fragen und Probleme zur Verfügung. Bitte lieber einmal zu viel Fragen als gar nicht, bevor es in die Luft geht.
Das Funkgerät im Flugzeug muss gut und zuverlässig funktionieren. Kommunikation ist während des gesamten Wettbewerbs zwingend erforderlich. Ganz besonders wenn z.B. bei Ziellandeaufgaben mehrere Teams gleichzeitig auf engem Raum in der Luft sind. Während des Wettbewerbs werden die Teams über Funk mit ihrer Wettbewerbsnummer angesprochen. Das Rufzeichen der Wettbewerbsleitung ist Wettbewerbsleitung, das Rufzeichen der Teilnehmer ist z.B. Wettbewerbsnummer 15. Das hilft uns, die Teilnehmer vom normalen Flugbetrieb zu unterscheiden, der unter Umständen auch während eines Wettbewerbs stattfindet.
Der Wettbewerbsleiter übernimmt während der Aufgaben den Funkbetrieb am Platz. Alle Teilnehmer müssen sich strikt an die Anweisungen der Wettbewerbsleitung halten!

Frage: Darf ich vor oder Während der DM Trainingsflüge machen?

Antwort: Freies Training ist bis Mittwochabend am Platz möglich. Während der DM sind Trainingsflüge nach Freigabe durch die Wettbewerbsleitung zwar möglich. In der Regel ist das Programm aber so eng gesteckt, das es den Ablauf der DM und den normalen Flugbetrieb am Platz unnötig stört. 


Frage: Werden Aufgaben mit begrenzter Treibstoffmenge geflogen?

Antwort: Nein, jeder Pilot entscheidet selbst wie viel Treibstoff er für einen Flug im Tank hat. Die in etwa zu erwartende Flugdauer wird von der Wettbewerbsleitung rechtzeitig bekannt gegeben. Die Berechnung der tatsächlich notwendigen Treibstoffmenge liegt in der Verantwortung des jeweiligen Piloten.


Frage: Wird die Startreihenfolge festgelegt?

Antwort: Ja, die Startreihenfolge wird vor jeder Aufgabe oder täglich bekannt gegeben und ausgehängt. Sie ist unbedingt einzuhalten, am besten merkt sich jeder Pilot in etwa die Startzeit und das vor ihm startende Flugzeug und reiht sich entsprechend ein. Der Wettbewerbsleiter koordiniert über Funk den Start der Teams und bei Ziellandungen natürlich auch die Starts zwischen den Ziellandungen.


Frage: Ich habe ein fest eingebautes Navigationsgerät, was nun?

Antwort: Fest eingebaute Navigationsgeräte müssen während des Wettbewerbs ausser Betrieb genommen werden. Das kann durch abziehen (und ggf. versiegeln) der Kabel für Stromversorgung oder die Antenne geschehen. Wenn das aus technischen oder anderen Gründen nicht möglich ist, muss der Teilnehmer akzeptieren, dass die Displays entsprechend versiegelt werden. Die Wettbewerbsleitung führt entsprechende Kontrollen vor und während der Meisterschaft durch.


Frage: Darf ich mein Smartphone während der NAV Flüge mitführen?

Antwort: Ja, wenn es vorher von der Wettbewerbsleitung versiegelt wurde. Nach dem Flug muss das Gerät im versiegelten Zustand der Wettbwerbsleitung vorgezeigt werden. Erst dann darf es wieder entsiegelt werden. Ein unversiegelt mitgeführtes Smartphone führt zur Disqualifikation für die Aufgabe.


Frage: Welche Aufgaben kommen auf die Teilnehmer zu?

Antwort: Die Hauptaufgaben sind Navigationsflüge sowie Kurzstarts und Ziellandungen.
Die Navigationsaufgaben werden in Textform ausgegeben und anhand der Wettbewerbskarte (Luftfahrt Generalkarte, LuGeKa)1:200000 erläutert. Die Wettbewerbskarten werden an die Teilnehmer beim ersten Briefing ausgegeben. Die Navigationsaufgaben bestehen aus dem möglichst genauen abfliegen der Kurslinien. Sie können mit dem finden von Geländemerkmalen anhand von Fotos, oder dem finden von ausgelegten Zeichen mit folgenden Kursänderungen kombiniert werden. Auch die genaue Einhaltung der vorher vom Piloten angegebenen Geschwindigkeit über Grund kann bewertet werden. Zur Auswertung einer Aufgabe werden ausschließlich die Wettbewerbskarte (LuGeKa 1:200000) sowie die Daten des Loggers heran gezogen.
Kurzstarts aus einem definierten Startfeld werden in der Regel bei jedem Start zu einem NAV Flug oder einer Ziellandung durchgeführt und bewertet. Es gibt auch eine spezielle Kurzstart Aufgabe mit besonderen Regeln.
Ziellandungen erfolgen in ein 100m Feld. Die ersten 25m sind in 5m Felder aufgeteilt, im ersten Feld in Landerichtung gibt es die meisten Punkte. Alle Felder dahinter bedeuten weniger Punkte. Wer vor oder hinter dem 100m Feld landet bekommt 0 Punkte für die Ziellandung.


Frage: Ich habe mich verflogen, was dann?

Antwort: Jeder Pilot ist selbst dafür verantwortlich im luftrechtlich erlaubten Rahmen zu fliegen. Wenn ein Orientierungsverlust eintritt sind natürlich alle zur Verfügung stehenden Mittel erlaubt wie Auffanglinien anfliegen, Funkkontakt mit Plätzen und FIS, QDM erfragen, Navigationsgerät oder Smartphone entsiegeln und nutzen etc. Das die Aufgabe dann mit 0 Punkten bewertet wird, sollte hier nachrangig sein. Luftraumverletzungen sind kein Kavaliersdelikt, die Verantwortung trägt immer der Pilot!


Frage: Was muss ich bei der Registrierung als Teilnehmer vorlegen können?

Antwort: Zulassung des UL, Lufttüchtigkeit, Jahresnachprüfung, Versicherungsnachweis, Lizenz und Tauglichkeitszeugnis.



Frage: Wann bekomme ich den Logger und wie gehe damit um?

Antwort: Die Logger werden nach dem Briefing zu einer NAV Aufgabe ausgegeben. Die Bedienung wird im Briefing erklärt. Der Logger sollte im Flugzeug mit "Sicht" in Richtung Himmel fixiert werden, nicht vergessen ihn vor dem Start einzuschalten! Nach der Landung nach einem NAV Flug werden die Karte (LuGeKa) sowie der Logger von der Wettbewerbsleitung entgegengenommen. Am besten den Logger einfach eingeschaltet übergeben, dann geht nichts an Informationen verloren.
Für die Flugvorbereitung der NAV Aufgaben sind Zeichengerät (Lineal, Dreieck, Zirkel, Stifte etc.) erforderlich. Die notwendige Karte wird von der DM Leitung ausgegeben, Luftfahrt-Generalkarte 1:200.000. 
Nach der Rückkehr von einem NAV Flug kann sich die „Info“ melden, die Teilnehmer benutzen dennoch ihr Wettbewerbsrufzeichen. Nach der Landung eines Teams nimmt die Wettbewerbsleitung den Logger und die Karte entgegen.



13 August 2016

Hier ein paar erste Eindrücke vom Flugplatz Goch-Asperden. Eva und ich haben uns heute morgen mit dem Flieger auf den Weg zum Niederrhein gemacht um Erwin, unseren Kontakt im Vorstand des LSV-Goch zu treffen.



Die Vereinsflugzeughalle mit großzügiger Kantine und einigen Nebenräumen grenzt unmittelbar an den Ort Goch-Asperden. 


In der Halle befinden sich in der Regel die Vereinsflugzeuge. Für die UL DM wird Platz geschaffen, so das wir zumindest für einige Geräte einen Platz bekommen können.



Oberhalb der Kantine gibt es einen Aufenthaltsberech mit Blick Richtung Piste und in die Flugzeughalle.



Hier gibt es nicht viel zu sehen, Blick in Richtung Westen entlang der Segelflugbahn. Die Motorbahn befindet sich im Süden, also hier links.




Östliche Begrenzung des Platzes, hier sieht man sehr gut die Nähe zum Ort. 




Der Turm, etwas abseits der Hallen an der Südseite der Bahn.




Großer Campingbereich mit Zugang zu WC und Duschen im Vereinshaus.




Blick entlang der Motorbahn Richtung Westen, ganz links ist der Turm zu erkennen.



In diesem Bereich, bei Bedarf auch hinter dem Turm werden die teilnehmenden UL abgestellt.




Blick von der Südseite des Platzes in Richtung Vereinsheim und Halle.




In der großen Kantine gibt es ausreichend Platz!





An der Tankstelle gibt es MOGAS sowie AVGAS ( wer es braucht).




Innerhalb des Vereinsgebäudes gibt es einen großen Briefing- und Flugvorbereitungsraum, sowie einen Raum für die Wettbewerbsleitung wo auch die Registrierung der Piloten stattfindet.


Wir freuen uns auf eine tolle Meisterschaft 2017 und sagen schon jetzt Danke an den LSV-Goch!